Fotoclub - Wir Über uns
Den Fotoclub Burgenland gibt es seit 01. April 2004 Angefangen hat alles mit einem Aufruf an alle Hobbyfotografen aus Naumburg vom Fotoclub 2000 Aachen. Aachen ist die Partnerstadt von Naumburg und auf dieser Grundlage gibt es regelmäßig Kontakt zwischen beiden Städten.
(Aachener Presse / 25.10.2005)
In Aachen wurde im Januar 2004 eine Fotoausstellung durchgeführt, bei der 20Foto's von Naumburger Fotografen ausgestellt wurden.
Einige der teilnehmenden Naumburger Hobbyfotografen sind damals nach Aachen zur Ausstellungseröffnung gefahren und konnten die Gastfreundschaft der Mitglieder des Fotoclubs aus Aachen genießen.
Es waren drei interessante Tage in der Partnerstadt mit viel kulturellem Programm und Erfahrungsausstauch zwischen den Fotografen aus beiden Städten.
Nach Rücksendung der Bilder aus Aachen haben sich die Fotografen auf dem "Himmelreich" in Bad Kösen getroffen, die Bilder wurden ausgeteilt und über das mögliche Interesse an einem eigenen Fotoclub in Naumburg gesprochen und abgestimmt.
Damit war der Grundstein für die Gründung des Fotoclubs gelegt.
Der Name Fotoclub -Burgenland- wurde bei der Gründungsveranstaltung am 01. April 2004 ausgewählt. Und was lag näher, als die Besonderheiten unserer wunderschönen Heimat im Namen zu verewigen.
Werte Gäste der heutigen Ausstellungseröffnung, liebe Freunde und Mitglieder des Fotoklubs, seien Sie willkommen zu dieser Fotoschau des Fotoklubs Burgenlandkreis, die Ihnen einen nur kleinen Einblick in das fotografische Schaffen der Mitglieder zu geben versucht. 19 Fotografen, mehr oder weniger Amateure, sind wir, und jeder hat nur ein Bild ausgestellt. Dass wir das tun durften in dieser gläsernen Pyramide, die ein wenig an ihr großes Vorbild am Louvre erinnert, ist für uns eine Freude und dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Dieser Einblick ist auf Grund der räumlichen Begrenzung natürlich nur ein Tropfen aus einem Meer an Möglichkeiten, die in den Archiven und Sammlungen von uns allen stecken. Aber freuen wir uns an dem Vielen, das in den wenigen Bildern zu finden ist. Missmutige, Verdrießliche, Interesselose haben keine Augen für die Wunder der Welt um sie herum, sie haben auch keine Kameras. Wir sind also unter uns interessierten Amateuren, unter uns Liebhabern der Fotografie. Das baut sofort die Brücken. Künstlerische Fotografie hat den Vorteil sich mitzuteilen, ohne an eine Sprache gebunden zu sein, ihre Art sich auszudrücken ist international und dieser Vorteil der Fotografie ermöglicht Kontakte zu allen Menschen, die Sprache der Bilder ist auf der ganzen Welt verständlich. Hinter Kameras stehen Menschen, die mit ihren Bildern andere erreichen wollen. Deshalb muss man mehr sein als nur ein fachkundiger Nutzer einer manchem noch schwer verständlichen Technik. Nicht Berge an technischem Wissen wollen wir ersteigen, sondern Berge wegräumen, um die Freude am Bild wiederzufinden. Dann wächst auch das Komplizierteste aus einfachen Zusammenhängen. In unserem Fall sind es oft erstaunliche Zusammenhänge. Man muss sie nur bloßlegen. Dann "lernt" man nicht, - man entdeckt. Man ist ja vor allem ein Liebhaber, ein Liebhaber alles dessen, was liebenswert ist, deshalb fotografiert man schließlich. Die Kamera ist e i n Mittel, ein Fenster nach draußen, ein Fühler in die Welt. Aber man fotografiert nicht, um nur zu fotografieren. Die Mauer der Technik kann man zwar nicht überspringen, solides Handwerk ist Voraussetzung. Und dazu wieder ist die Voraussetzung: Zeit. Also das, was die meisten Menschen nicht haben. Zeit, auch Geduld und Ausdauer, die muss ein Fotograf allerdings haben. Denn nur das Glück, im richtigen Moment mit der Kamera an der richtigen Stelle gewesen zu sein, ist noch nicht das Rezept für gelungene Bilder. Sehen muss man lernen, denn auch die Kamera ist ein Auge. Aber es ist blind, willkürlich, ohne die Frau oder den Mann dahinter, den Fotografen, der die Welt vor unserer Tür entdeckt. Was haben die Augen der ausstellenden Hobbyfotografen in der Welt alles entdeckt: Vor allem ist es die Vielfalt der Landschaft unserer heimischen Umgebung, die Gesichter der Menschen, aber auch eindrucksvolle Details und Momente außergewöhnlicher Schönheit. Dabei ist die spezielle Technik wie in dem HDR-Bild "Hohe Lilie" von Claudia Prager nicht das vorrangig Gesuchte. Viel mehr sind es die einmalige Situation, die besondere Schönheit einer farbigen Erscheinung, das Überraschende einer plötzlichen Begegnung, die den Fotografen bewegen, die Kamera zu nutzen. Und dabei ist es von untergeordneter Wichtigkeit, ob analog fotografiert wird oder digital, wie schon bei den meisten von uns, ob eine Spiegelreflexkamera mit mancherlei Objektiven oder eine Kompaktkamera benutzt wird, entscheidend ist die gestalterische Idee, die das Foto hervorbringt. Glauben wir wieder mal dem Altmeister Goethe, der die Fotografie zwar noch nicht gekannt haben kann, aber dennoch mit seiner Aussage den Nagel genau auf den Kopf trifft: "Und es ist zuletzt doch nur der Geist, der alle Technik lebendig macht." Im Grunde ist jedes künstlerische Foto wie ein Gedicht, eine Behauptung, die Ihnen vielleicht übertrieben erscheint. Aber schauen Sie sich Bilder an wie Thomas Lohes »Mohnfeld mit blauem Himmel« oder das Bild des morgendlichen Naumburger Marktplatzes mit den von frischem Schnee bedeckten Tischen oder das Farbporträt von Michael Rang oder "Himmelreich" von Uwe Dorloff oder, oder, oder … Natürlich soll diese beschränkte Auswahl keinerlei Wertung bedeuten, in allen Fotos sind die gestalterischen Fähigkeiten und die schöpferische Sichtweise der einzelnen Fotografen zu erkennen. Aber jedes dieser Bilder kann meine Behauptung belegen, dass Fotografieren dem Gedichte- schreiben sehr ähnlich ist. Ein Foto verdichtet die Welt in einem Bild. So wie jedes Wort in einem Gedicht wichtig ist, so ist in einem Foto entscheidend, was man weglässt, was man an welcher Stelle abbildet. Fotos und Gedichte verlangen in dem Moment ihrer Entstehung wie auch in dem Moment ihrer Rezeption absolute Aufmerksamkeit für den Augenblick. Zu schreiben heißt genau wahrzunehmen, fotografieren ebenso. Das Vertraute fremd machen, das Fremde vertraut, andere Perspektiven finden für das Gewohnte. Fotografie braucht nicht nur die Reproduktion einer realen Welt zu sein, sie kann und sollte vielmehr zur Erschaffung einer neuen Welt beitragen, eines eigenen Lebensgefühls. Gedichte und Fotos leben von dem Ungesagten, dem Ungezeigten, von dem was zwischen den Zeilen steht, mit Gedichten und Fotos können Zwischenräume geschaffen werden. In diesen Zwischenräumen spürt man, was Poesie genannt wird. Es ist die Kraft der Konzentration auf einen Moment, des Flüchtigen, das seine Spuren hinterlassen hat, ohne gebannt worden zu sein. Doch nun genug der Worte, lassen wir die Bilder sprechen, und wenn sie dann noch Lust verspüren, mehr sehen zu wollen, jedes Mitglied des Fotoklubs ist gern bereit, seine Alben und Sammlungen für Sie zu öffnen, ebenso auch der Fotoklub als Ganzes.
TERMINE
Wir treffen uns regulär jeden 1. Donnerstag im Monat gegen 19:30 Uhr in der "Hupe" in Rossbach bei Naumburg.Nächster Termin:
Donnerstag, 01.03.2012
um 19:30 Uhr Ort: "Hupe" in Rossbach bei 06618 Naumburg
Thema:
Bilderauswahl für die Ausstellung in der Kreisverwaltung
Unsere THEMEN 2012
Zusätzlich zu unseren monatlichen Themen werden voraussichtlich folgende Workshops am Wochenende durchgeführt:
- Wir begleiten Leute beim Geocaching
- Ferropolis besuchen
- Ausflug nach Leipzig Markleeberg
- Besuch des Herrmannschachtes in Zeitz
- Tag des offenen Denkmal nutzen
- Ausflug, um Kirchen oder Mühlen im
Burgenlandkreis zu fotografieren.
- Besuch der Baumwollspinnerei in Leipzig
Für die Workshops müssen Datum und Treffpunkt individuell vereinbart werden, da sie vom Zeitaufwand nicht an einem Donnerstagabend durchführbar sind.
